Planung & Relaunch
Website-Relaunch: Was muss bleiben, was wird neu?
Ein neuer Auftritt beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Diese Checkliste hilft dir, die funktionierenden Teile deiner Website zu erhalten und Änderungen an Inhalten, Technik und URLs bewusst zu planen.
Die kurze Antwort
Eine Modernisierung passt, wenn Angebot, Seitenstruktur und Inhalte noch funktionieren und hauptsächlich Gestaltung und technische Umsetzung erneuert werden sollen. Ein Neuaufbau ist sinnvoll, wenn sich Nutzerführung, Inhalte oder Kernfunktionen grundlegend ändern. In beiden Fällen gehören bestehende URLs, Kontaktwege und Zuständigkeiten vor dem Launch auf die Prüfliste.
Modernisieren oder komplett neu entwickeln?
| Ausgangslage | Sinnvoller nächster Schritt |
|---|---|
| Angebot und Seitenstruktur passen, der Auftritt wirkt überholt. | Modernisierung prüfen: vorhandene Inhalte und Struktur bleiben die Grundlage. |
| Besucher verstehen das Angebot nicht oder finden den Kontaktweg kaum. | Nutzerführung und Seitenkonzept prüfen. Ein Neuaufbau kann sinnvoller sein als eine rein gestalterische Anpassung. |
| Neue Produkte sollen online verkauft werden. | Shop-Projekt planen: Produkte, Kaufablauf, Zahlung und Versand zusammen betrachten. |
| Es fehlen einzelne Inhalte oder überschaubare Funktionen. | Gezielte Weiterentwicklung prüfen, bevor ein vollständiger Relaunch geplant wird. |
Ein neuer Look allein löst keine unklare Positionierung. Umgekehrt muss eine funktionierende Struktur nicht ersetzt werden, nur weil die Gestaltung veraltet ist. Wir prüfen beides getrennt.
Was sollte vor dem ersten Entwurf geklärt sein?
- Ziel: Welche konkrete Handlung sollen Besucher ausführen – anfragen, buchen oder kaufen?
- Bestand: Welche Seiten, Dateien und Funktionen gibt es? Welche Inhalte bleiben, ändern sich oder entfallen?
- Suchzugriffe: Welche Seiten werden bereits gefunden? Nutze vorhandene Search-Console-Daten, statt erfolgreiche Einstiege nach Gefühl zu streichen.
- Inhalte: Wer liefert und prüft Texte, Bilder und Unternehmensangaben?
- Technik: Wer hat Zugriff auf Domain, Hosting, Website und angebundene Dienste?
- Verantwortung: Wer gibt frei, wer veröffentlicht und wer kontrolliert den Start?
Wie bleiben bestehende URLs erreichbar?
Behalte funktionierende URLs möglichst bei. Wenn sich Adressen ändern, ordne jeder alten Seite ein inhaltlich passendes neues Ziel zu. Eine Liste mit alter URL, neuer URL und Entscheidung macht diese Arbeit prüfbar.
Für dauerhaft umgezogene Inhalte empfiehlt Google permanente serverseitige Weiterleitungen, etwa mit Status 301 oder 308. Vermeide pauschale Weiterleitungen aller entfernten Seiten auf die Startseite und unnötige Weiterleitungsketten. Interne Links, Canonicals und die Sitemap müssen auf die endgültigen Ziele zeigen. Grundlage: Googles Dokumentation zu Website-Umzügen mit URL-Änderungen.
Die Vorabprüfung klärt, welche Weiterleitungen im Projekt enthalten sind. Ein Relaunch kann Suchergebnisse verändern; unveränderte Rankings lassen sich nicht zusagen.
Was prüfen wir vor der Veröffentlichung?
Seiten und Kontaktwege
Sind die vereinbarten Inhalte vollständig? Stimmen Links, Formulare und Kontaktangaben? Lassen sich die wesentlichen Aufgaben auf Smartphone und Desktop erledigen?
Bilder und Darstellung
Laden Bilder und Schriften? Sind Texte lesbar und Bedienelemente erreichbar? Reservierte Bildgrößen und passende Dateiformate helfen, Ladezeit und Layoutsprünge zu begrenzen.
Suchmaschinenzugriff
Die öffentliche Website muss ohne Anmeldung erreichbar sein. Vorschau-Sperren wie ein versehentliches „noindex“ dürfen nicht im Live-Betrieb bleiben. robots.txt, Canonicals und die Sitemap werden gemeinsam geprüft. Google beschreibt die technischen Mindestanforderungen.
Weiterleitungen und Fehlerseiten
Teste die vereinbarten alten URLs und die neuen Ziele. Nicht vorhandene Seiten brauchen einen echten 404-Status und eine hilfreiche Orientierung. Eine optische Fehlermeldung bei HTTP 200 reicht nicht.
Übergabe und Rückweg
Zugänge, Sicherung des bisherigen Standes, Verantwortliche und der Ablauf bei Problemen müssen vor dem Umschalten geklärt sein. Wer Inhalte anschließend pflegt, gehört ebenfalls zur Übergabe.
Was passiert nach dem Launch?
Prüfe die Website unter ihrer öffentlichen Adresse und reiche die aktuelle Sitemap in der Google Search Console ein. Beobachte anschließend Indexierung, Weiterleitungsfehler und Suchzugriffe. Die Veröffentlichung ist noch kein Nachweis, dass Google alle Seiten übernommen hat. Eine erneute Prüfung wichtiger URLs kann angestoßen werden; Zeitpunkt und Aufnahme entscheidet Google.
Für spätere Änderungen vereinbaren wir Betreuung und Weiterentwicklung separat. Wenn du zunächst klären möchtest, ob ein kleinerer Eingriff reicht, zeig uns deine vorhandene Website.
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